
Pfarrkirche St. Gallus und Otmar
Pfarrkirche St.Gallus und Otmar
Die Pfarrkirche St.Gallus und Otmar zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten des Breisgau. An ihrer Ausstattung wirkten bedeutende Künstler des 18.Jahrhunderts mit. Zahlreiche Grabplatten im Chor und den Außenwänden erinnern an sich in der Ortsherrschaft abwechselnde adlige Familien und anderen Personen der Ortsgeschichte.
Die Baugeschichte ist für die letzten 500 Jahre gesichert. Um 1515 wurde der Chor umgebaut und die beiden Grabplatten für Siegmund und Hans Christoph von Falkenstein angebracht. Die Reste eines Ölberg-Fresko stammen von etwa 1570. Größere Umbauten wurden 1721 vorgenommen. Den Hauptaltar schufen Bildhauer Josef Hörr und Stuckateur Josef Maisburger 1784. Eine Besonderheit stellen die beiden von Johann Christian Wentzinger entworfenen Seitenaltäre dar. 1822 aus dem Bestand des ehemaligen Kapuzinerklosters Freiburg von Ebringer Bürgern ersteigert und hier neu aufgestellt. Diese drei prachtvollen Stuckmarmor-Altäre zählen mit zum Schönsten und Wertvollsten ihrer Art im Breisgau und Schwarzwald.
Die Zugehörigkeit Ebringens zur Ortsherrschaft der Ritter von Falkenstein im Mittelalter und des Benediktinerklosters St.Gallen 1621 - 1806 ermöglichte ein Gotteshaus, das weit über den Rahmen einer Dorfkirche hinausgeht. Von der einstigen "Residenzkirche" Sigmund von Falkenstein zeugt immer noch das gotische Chorhaus. Den Benediktinern, die die Galluskirche zur Propstei-Kirche erhoben, sind die schön gestaltete Langhausdecke mit ihren frühen Stuckaturen und den guten Gemälden Brenzingers ferner der kostbare Stuckmarmor-Hochaltar Maisburgers mit den Figuren Josef Hörrs zu danken. Fast alle Freiburger Künstler die im 18.Jh. Rang und Namen besaßen, sind in Ebringen mit hervorragenden Werken vertreten: Wentzinger, Sporer, F.A.X.Hauser und der Schwarzwälder Mathias Faller; die Stuckateure Franz Josef und Franz Anton Vogel sowie Josef Maisburger und die Maler Brenzinger, Gambs und Pfunner. Durch die Renovation 1980/82 hat die Kirche ihre volle Schönheit wieder gefunden.


Treppe zum Kircheneingang

Hochaltar mit Relief der Geburt Jesu

Hauptaltar und Seitenaltäre

Linker Seitenaltar: Hl. Maria

Rechter Seitenaltar: Hl. Joseph. Daneben: Kanzel
Die Orgel in St.Gallus und Otmar
Von der 1836/37 erbauten Orgel der Gebrüder Martin in Waldkirch, die urspr. 10 Register enthielt und infolge des gemeinsamen Todes der schwerverschuldeten Orgelbauer 1838 durch den Freiburger Josef Merklin vollendet wurde, sind das bemerkenswert gefasste Gehäuse und ca. 185 Pfeifen orginal erhalten. Die Orgelbaufirma Fischer & Krämer in Endingen rekonstruierte 1983 die ehem. Orgel, die in der oberrheinischen Orgeltradition der Straßburger Silbermänner steht, und ergänzte sie nach einer Disposition des Staatl. Orgeldenkmalpflegers Bernd Sulzmann um weiter 12 Register. Von Kennern wird sie als ein recht gutes Instrument geschätzt; sie eignet sich hervorragend für Konzerte.

Empore mit Orgel

Empore
Hier hören Sie zwei Orgelstücke intoniert von Prof. Klaus Christhart Kratzenstein:
Quelle: alte Homepage
Aus einer Orgelmesse
Wachet auf!
Disposition
Hauptwerk: I. Manual ( C - g)
1) Preastant 4´
2) Prinzipal 8´
3) Cornet 5 f.
4) Bourdon 8´
5) Rohrflöte 4´
6) Octav 2´
7) Sifflet 1´
8) Mixtur 4 f. 1 1/3´
9) Cromorne-
Trompete 8´
Tremulant
3 Normalkoppeln
Positiv: II. Manual (C - g)
10) Coppel 8´
11) Salicional 8´
12) Spielflöte 4´
13) Sesquialter 2´
14) Flageolet 2´
15) Cymbel 2/3´
16) Vox humana 8´
Tremulant
Pedal (C - f)
17) Subbaß 16´
18) Octavbaß 8`
19) Flötbaß 4´
20) Trompetbaß 8´

Spieltisch der Orgel
Die Glocken von St.Gallus und Otmar
Der mit einer vergoldeten Kugel und Kreuz abgeschlossene Turm steigt auf die stattliche Höhe von 48 m empor. Die beiden Glockenstuben bergen heute ein Geläute von fünf Glocken; die untere Stube die beiden alten Glocken von 1738 ( ø129 cm, H 107 cm mit Schlagton d`, von Hans Heinrich Weitenauer in Klein-Basel) und die von 1827 ( ø109 cm, H 89 cm, Schlagton f´; von Gebr. Bayer Freiburg); die obere die drei 1957 beschafften Glocken der Gießerei F.W. Schilling in Heidelberg mit 98, 90 und 80 cm ø, einem Gewicht von 650, 500 und 350 kg und den Schlagtönen g´ - a´ - c´. Alle fünf Bronzeglocken ergeben ein schönes harmonische Geläut.
So klingen unsere Kirchenglocken:
Quelle: alte Homepage


