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Projekt 07: Was glaubst denn du?

 

Diese Interviews führten die Firmanden mit Menschen aus Ihrem Umfeld zum Glauben:

 
Kind

Also Gott finde ich, sieht so aus  – also so stell ich ihn mir vor:
mit grauen Haaren und dann noch mit so nem Bart und mit blauen Augen
und er hat keine richtigen Beine, sondern er schwebt und untendrunter ist alles weiß, so weiß eingekleidet.

Ich glaub, dass Gott auf irgend‘ner Wolke sitzt und dann so ein kleines Fernrohr hat und dann so runterschaut.
Oder auf so nem Stern…

Wann denkst Du an Gott?
Also wenn ich was Schönes will?! (lacht)

 
Religionslehrerin

Welche Rolle spielt Gott in ihrem Leben?

Eine relativ große - berufsbedingt:

Hilft Gott ihnen in schwierigen Situationen?
Ja.

Und wie stellen sie sich Gott vor?
Gar nicht!
Gar nicht, sehr gut. .. Gute Antwort.

Und warum glauben sie an Gott?
…weil ich die Erfahrung gemacht habe,
dass er da ist, wenn man ihn braucht.

Gehen sie oft in die Kirche. Und warum?
Ich gehe nicht so wahnsinnig oft in die Kirche,  vielleicht so einmal im Monat.
Und Warum gehe ich in die Kirche? Das ist ein Ritual, das dazugehört. Das ist ne Zeit, in der ich zur Ruhe kommen kann, in der ich Kontakt aufnehmen kann zu Gott.

Und Sie sind schon immer… Sie waren schon immer gläubig?
Ja.

 
Jugendliche I

Also Gott spielt eine sehr wichtige Rolle in meinem Leben
 -  vor allem, wenn ich in schwierigen Situationen bin, dann bete ich gerne, um Lösungen zu finden oder dass er mir den Weg zeigt. 
Gott ist sozusagen ein Licht in dunklen Situationen bei mir, wenn es bei mir schwierig wird.
Auch bei  guten Situationen…

 
Oma III

Welche Rolle spielt Gott in deinem Leben und warum?

Ich bin in einer katholischen Familie aufgewachsen. Wurde kurz nach der Geburt getauft.
Meine Eltern haben immer darauf geachtet, dass wir alle in die Kirche gegangen sind. Die ganze Familie.(…)

Ich war auch in einer katholischen Nonnenschule und habe auch einen katholischen Mann geheiratet und habe die Kinder, meine beiden Kinder, katholisch taufen lassen.

Ich kannte gar nix anderes, ich bin da hinein geboren worden und habe nie überlegt, dass ich da etwas daran zu ändern hätte. Das hat immer zu mir gehört.

Betest Du? Und wann? Und zu welchen Anlässen.
Ich bete eigentlich jeden Tag.
Am besten morgens und abends. Und ich bete oft für meinen verstorbenen Mann und für meine Familie. Wenn sie auf Reisen sind. Und für meine Kinder und für meine Enkelkinder.
Und wenn ich nicht bete, steck ich manchmal als Gebet eine Kerze  in der Kirche an.

Betest Du auch in der Kirche?
Wen ich in der Kirche bin. Ja.
Ich geh jeden Sonntag in die Kirche. Natürlich bete ich da.

 
Jugendliche II

Gott ist für mich die Ursache, der Anfang von allem, Gott ist unser Schöpfer, er hat alles hier geschaffen.

Wir können Gott nicht definieren, wir können ihn nicht sehen. Aber er ist auch persönlich wie eine Bezugsperson für uns.
Und ich würde auf jeden Fall sagen, dass ich so gläubig bin, weil ich Jesus Christus als mein Vorbild sehe.
Dadurch dass er einfach  auf die Welt zu uns kam, unter die Menschen gegangen ist und ihnen die Nächstenliebe z.B. näher gebracht. Also dass man seinen Nächsten, sein Gegenüber lieben sollte,
egal wer er ist, egal welche Hautfarbe, egal welches Alter, welches Geschlecht.
Dass man einfach den nächsten lieben sollte und untereinander eine  Gemeinschaft ist und den anderen auch helfen sollte.

Ich bin selber gefirmt worden.
Firmung heißt für mich: die Erneuerung des Glaubens, dass man den Glauben noch mal intensiviert und bestätigt. Firmung ist dafür da, dass man Gott zeigt, dass man an ihn glaubt
und dass man Gott in seinem Leben noch braucht und auch so Werte wie Nächstenliebe praktiziert.

Glaube bedeutet für mich auch, die Werte Ehrlichkeit, Toleranz, Geborgenheit zu vermitteln
und auch in meinem Freundeskreis zu leben.

Ich muss sagen, dass ich jetzt nicht jeden Sonntag oder jede Woche in die Kirche gehe. Aber für mich,  als Christ, bedeutet das, in einer Gemeinschaft zu beten, zu singen.
In einer Gemeinschaft sozusagen zu Gott zu sprechen. Und eben diese Gemeinschaft zu haben, wo jeder jeden akzeptiert, obwohl man ihn vielleicht nicht kennt.
Und auch z.B. einander hilft, füreinander da ist, das ist einfach in der Kirche geboten und ich finde das sehr wichtig.

 
Jugendliche III

Ich denke, dass jeder Mensch manchmal Zweifel hat. Gerade in Situationen, in denen es einem nicht  gut geht, in denen man von Trauer geprägt ist z.B. wenn eine nahestehende Person verstorben ist oder ähnliches, dann zweifelt der Mensch meistens, ob es Gott überhaupt gibt…
Aber ich glaube,
dass Gott einen durch diese Leidsituation hindurch hilft, dass er einen durch diese Situation hindurchbringen will. Dass er möchte, dass es einem wieder besser geht. Dass Gott einem einfach hilft, die schwere Situation zu durchstehen.
Ich denke oft an Gott, nicht nur in schlechten Situationen…
ich denke auch in guten Situationen an Gott, wenn es mir gut geht. Wenn ich ihm einfach danken möchte, dafür dass alles in meinem Leben zurzeit gut läuft und dass ich glücklich sein kann, dann denk ich an Gott.
Ich habe jetzt vor kurzem schriftliches Abi geschrieben.
Da  habe ich auch vor jeder Abi-Klausur noch mal zu Gott gebetet und habe an ihn gedacht, und habe einfach gehofft, dass er für mich da ist und dass er mich unterstützt, dass alles gut läuft.
Ja. Ich denke also wirklich sehr oft an ihn

 
Oma II

Warum spielt denn Gott in deinem Leben ne Rolle?
Weil die Menschen etwas brauchen.
Ich hatte schon mal zwei schwere Unfälle.
Und ich war jedes Mal bewusstlos.
Und als ich aufwachte, hatte ich keinen Kratzer, nirgendwo. Ich bin aus dem Auto gestiegen, als wär nichts passiert
und darum glaube ich,
dass es etwas Hohes gibt, das uns hält.

 
Pfarrer M.

Spielt der Glaube durch ihr Amt als Pfarrer auch in ihrer Freizeit oder privat eine größere Rolle vielleicht als bei anderen Personen?
Bei mir spielt er natürlich schon ne Rolle.
Ich bin nämlich vom Beruf Pfarrer.
Als Priester hat man auch versprochen,
dass man sein Leben vom Glauben her prägt und gestaltet.

Da gehört z.B. das sogenannte Stundengebet dazu, das einfach auch dem Tag eine Struktur gibt, die vom Gebet geprägt ist und das ist natürlich auch etwas, was mich im Urlaub begleitet und meinen Urlaubstag  eine gewisse Struktur gibt…

Wenn sie Menschen begegnen, die wirklich einen starken Glauben haben? Welchen Einfluss hat das auf Sie?
Leute, die selber stark im Glauben beheimatet und gefestigt sind.
Das ist natürlich etwas, was mir auch  gut tut. Was auch meinen Glauben stärkt. Wenn ich ihn erlebe, den Glauben der anderen. Oder z.B. wenn ich in einem Beichtgespräch merke,
dass sich jemand sich um ein gutes Leben bemüht. Das tut mich natürlich auch beschämen,
wenn ich dann merke, dass ich vielleicht gar nicht mich so anstrenge wie die Frau oder dieser Mann. Gut, das weiß der ja - Gott sei Dank - nicht, aber für mich ist das dann manchmal schon etwas, was mich schon sehr zum Nachdenken bringt, wenn ich merke, wie stark Menschen auch vom Glauben geprägt werden.

Und Menschen anderer Religionen?
Mich beeindrucken natürlich gläubige Menschen anderer  Religionen sehr. Wenn ich z.B.  in Jerusalem bin, dann gehe ich da immer an die Klagemauer zum Beten.
Dann nehm ich einfach mein Buch mit, stell mich dort unter die Juden, die dort beten
und bete meine Sache Und das find ich dann ungeheuer beeindruckend, also auch mit Menschen anderen Glaubens im Grunde ähnliche Gebete zu beten wie die.

Haben Sie auch manchmal Skepsis an ihrem eigenen Galuben? Oder merken sie, dass irgendwas vielleicht nicht ganz passt?
Also natürlich hab ich auch Zweifel. Das ist klar.
Es gibt einfach  Situationen, wo mein Glaube auch herausgefordert ist. Und Ich hab natürlich keine Sicherheit im Glauben. Und da hab ich dann auch meine Probleme damit. Das muss ich zugeben. Z.B.  wenn ein Kind schwer krank wird oder gar  stirbt, dann ist das eine Herausforderung meines Glaubens.
Oder auch wenn ich in der Kirche erlebe, was da manchmal auch für Sachen passieren, wo ich auch meine Probleme damit habe. Das belastet mich dann schon. 

 
Oma I

Welche Rolle spielt Gott in deinem Leben?
Dass ich jeden Tag bete

Und warum? Hat das `nen bestimmten Anlass?
Ja du, der hilft mir halt, da glaub ich halt…
Das gibt mir auch Trost.

Wann betest du?
Ich? … in der Nacht…,
morgens, wenn ich wach bin…,
am Tag…

Zu bestimmten Anlässen?
Jo, das kannste schon sagen. Da gibt es ganz viele. 

 
 
Ostergarten 2026