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08.06.2026 |
Bekletterung des Hauptturms startet am 15. Juni
Vom 15. bis 24. Juni beginnt der erste Teil des jährlichen Monitorings am Freiburger Münster. Im Fokus stehen dabei der Hauptturm und der südliche Hahnenturm. Beide Türme werden von speziell geschulten Industriekletterern sowie Mitarbeitenden der Freiburger Münsterbauhütte beklettert. Schäden und sicherheitsrelevante Schwachstellen sollen dadurch frühzeitig erkannt werden.
Die Arbeiten gehören zu den regelmäßigen Maßnahmen des Freiburger Münsterbauvereins zum Erhalt des Münsters. Gerade an stark beanspruchten und schwer zugänglichen Bereichen sind die Kontrollen unerlässlich, um lockere Bauteile oder andere sicherheitsrelevante Veränderungen rechtzeitig festzustellen und notwendige Restaurierungsmaßnahmen einleiten zu können.
Im Mittelpunkt steht beim ersten Teil des Monitorings der 116 Meter hohe Hauptturm sowie der südliche Hahnenturm. Während der Hauptturm jährlich untersucht wird, wechseln sich die beiden Hahnentürme im Zweijahresrhythmus ab. Für die Inspektionen bewegen sich die Teams an den Außen- und Innenseiten der Türme und kontrollieren unter anderem Steinoberflächen, Fugen sowie mögliche Verwitterungsschäden.
Im Rahmen des Monitorings wird es auf dem Münsterplatz zeitweise kleinere Einschränkungen geben. Aus Sicherheitsgründen entstehen rund um den Hauptturm temporäre Sperrbereiche, einzelne Marktbetreiber verlegen ihre Stände vorübergehend. Der Wochenmarkt findet jedoch insgesamt wie gewohnt statt.
Die Arbeiten starten am Hauptturm und bewegen sich von der Nord- zur Südseite. Geklettert wird jeweils von montags bis mittwochs. Die Untersuchung des südlichen Hahnenturms am 24. Juni schließt die erste Monitoring-Phase ab. Sollte das Wetter Einsätze verzögern, ist der 18. Juni als Reservetag eingeplant.
Im Herbst kommen Hubsteiger zum Einsatz, um den unteren Teil des Turms sowie das Steinwerk des Langhauses und Chors abzufahren.
Das Monitoring zählt zu den wichtigsten Arbeiten der Münsterbauhütte. Die Sicherheit der Passanten des Münsterplatzes und Besucherinnen und Besucher des Münsters hat oberste Priorität. Das sorgfältige Arbeiten, das Klettermaterial, der Einsatz von Hubsteigern und die Mitwirkung von professionellen Industriekletterern sind kostenintensiv und belasten die Finanzen des gemeinnützigen Vereins. Erstmals wurde daher gezielt um Spenden für diese wichtige Aufgabe gebeten– ein Aufruf, dem viele Menschen bereitwillig und großzügig gefolgt sind. Dank dieser Unterstützung kann die Münsterbauhütte auch in diesem Jahr die Sicherheit des Münsters und des stark frequentierten Münsterplatzes gewährleisten.