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Digitale Weihnachtsnostalgie

16.12.2025 | Weihnachten im digitalen Zeitalter - ein Blick zurück

Kerzenschein, Plätzchenduft, gemeinsames Singen unter dem Christbaum – das klingt nach Weihnachten, oder?
Heute auch noch?
Hat sich die Adventszeit, das Beisammensein am Heiligen Abend und an den Weihnachtstagen in den letzten Jahren, mittlerweile schon Jahrzehnten, nicht deutlich verändert?

Quelle: chatgpt /ms

Online-Shopping ersetzt heute bei vielen das Schlendern durch festlich geschmückte Straßen, Rezepte für Plätzchen werden im Internet gesucht, Weihnachtslieder kommen von Spotify. 
 

Weihnachten mit digitalem Glanz

Das mag nicht auf jeden zutreffen, aber generell haben die Jahrzehnte seit Verbreitung des Internets und der Heimcomputer auch den weihnachtlichen Tagen einen digitalen Glanz verliehen. 
Dabei denke ich nicht nur an heutige Selfies vor dem Christbaum oder Festessen, die unter #foodporn auf Social Media geteilt werden, sondern auch an vergangene digitale Weihnachtsmomente. Die Weihnachtsnostalgie erstreckt sich langsam auch auf das Computerzeitalter.

Wenn ich zurückdenke, kommen mir zuerst die Pandemiejahre in den Sinn. In denen viele Begegnungen nur digital möglich waren: Die einsamen und doch gemeinsamen Gesangs-Einlagen oder der digitale Weihnachtsmarkt der christlichen Community „Da-zwischen“. Doch auch schon vorher gab es virale Trends rund um das Fest der Liebe: Zum Beispiel das Youtube-Video „The Digital Story of Nativity“, das 2010 die Weihnachtsgeschichte digital erzählte. Ich denke an liebevolle, mit viel Farbe und Schriftvarianten gestaltete WordArt-Weihnachtskarten in den frühen 2000ern. Als Würzburgerin denke ich auch an den SMS-Adventskalender, der mit verschickten Impulsen direkt auf das Handy 2001 eine richtige Neuheit war. 
 

Weihnachtsgefühle gibt es analog und digital

Bestimmt fallen Ihnen persönlich auch einige solcher Momente ein, die mittlerweile fest im weihnachtlichen Gedächtnis verankert sind.
Heute ist die besinnliche Zeit des Jahres ohne Smartphone und Internet kaum noch vorstellbar. Doch meiner Meinung nach zeigen viele unserer Weihnachtstrends und -traditionen eine Gemeinsamkeit: Besonders jetzt, in dieser Zeit, gibt es eine Sehnsucht nach Gemeinschaft und Beisammensein.

Wir teilen die Musik (ob nun beim gemeinsamen Singen oder beim Hören auf dem Handy), 
wir teilen die Weihnachtsgeschichte (als Video oder im Gottesdienst), 
wir teilen das Essen (über Fotos oder am gemeinsamen Tisch) 
und die Erinnerungen (ob über Video-Call oder beisammen im Wohnzimmer).

Eines bleibt gleich: Weihnachten bedeutet Gemeinschaft – digital oder analog.
 

Links zur Weihnachtsnostalgie:

 
Ansprechperson

Magdalena Sauter

Diözesanbeauftragte für Internetseelsorge und Digitale Pastoral im Bistum Würzburg